Interviews und Online-Umfrage zum Thema Wissenstransfer in der Region

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„Wird man sehen“ — was passiert, wenn das Wissen einfach geht?

Der IT-Leiter mit 35 Dienstjahren geht in Rente. Die Unternehmensübergabe steht in 18 Monaten an. Aus der Entwicklungsabteilung kündigt jemand — und nimmt das tiefste Produktwissen im Betrieb einfach mit.

Genau das haben wir uns in den letzten Monaten genauer angeschaut: mit einer Online-Umfrage unter 20 Unternehmen aus der Region und sechs ausführlichen Interviews mit Betrieben zwischen 10 und 2.800 Mitarbeitenden. Das Ergebnis überrascht wenig — und ist trotzdem wichtig, es schwarz auf weiß zu sehen.

Wichtig ja. Verankert kaum.

Wissenstransfer hat für fast alle Befragten höchste Priorität. Trotzdem hat nur eine kleine Minderheit das Thema wirklich fest in ihrer Personalstrategie verankert. Auch in den Interviews zeigt sich dasselbe Bild: Wissen wird weitergegeben — in der Kaffeepause, im Flurgespräch, beim gemeinsamen Arbeiten. Nur nennt das kaum jemand „Wissensmanagement“. Es funktioniert, solange die richtigen Leute da sind.

Das eigentliche Problem: Das Wichtigste steht nirgends

Dokumentation ist überall Thema — und überall unbefriedigend gelöst. Das Gefühl für Kunden, die eingespielte Routine, das ungeschriebene Gesetz beim Lieferanten: Genau das trägt einen Betrieb. Und genau das lässt sich kaum aufschreiben. Mehrere Unternehmen sagen offen: Sie wissen nicht, wie sie das angehen sollen.

KI wird genutzt — aber oft am Thema vorbei

Fast alle setzen inzwischen KI-Tools ein. Fürs Wissensmanagement selbst aber kaum jemand — obwohl über die Hälfte der Befragten genau darin großes Potenzial sieht. Eine Idee, die in mehreren Gesprächen aufkam, aber noch nirgendwo konkret umgesetzt wird.

Was sich die Unternehmen wünschen

Keine weiteren Vortragsabende. Sondern echten Austausch: Was machen andere Betriebe in ähnlichen Situationen? Was hat funktioniert, was nicht? Das ist der klare Wunsch aus beiden Befragungen.

Und jetzt?

Welche fünf Muster sich durch alle Interviews ziehen, wie stark KI-Tools und Mentoring bereits genutzt werden und wo das größte Potenzial liegt, und welche drei Handlungsfelder das Netzwerk daraus ableitet — das alles steht in der vollständigen Auswertung.

👉 Downloads – JOBvision WIN-Netzwerk Region Fulda