JOBvision WIN-Netzwerk gestartet: Nachhaltige Mentoring- und Wissenstransferstrukturen für die Region Fulda

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Mit großem Interesse aus Wirtschaft, Verwaltung und Bildung ist am 8. Dezember 2025 in Fulda das JOBvision WIN-Netzwerk offiziell gestartet. Rund 70 Gäste nahmen an der Gründungsveranstaltung teil, um sich über das neue Projekt zu informieren, Impulse aufzunehmen und erste Kontakte zu knüpfen. Ziel des vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Projekts ist es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Region bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen, insbesondere durch den Aufbau nachhaltiger Mentoring- und Wissenstransferstrukturen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Julian Bolz, Projektleiter bei der Region Fulda GmbH, die das Projekt koordiniert und durchführt. Ein Grußwort übermittelte Michael Brand, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBFSFJ, per Videobotschaft. Er betonte: „Die Region Fulda verfügt bereits über starke Netzwerkstrukturen und institutionenübergreifende Zusammenarbeit. Ein hervorragender Ausgangspunkt für das WIN-Netzwerk.“

„WIN“ steht für Wissen, Integration und Nachwuchs, drei Themen, die für Unternehmen angesichts des demografischen Wandels, sich wandelnder Berufsbilder und globaler Arbeitsmärkte zentral geworden sind. Dabei setzt das Projekt auf einen praxisnahen, niedrigschwelligen Ansatz: Die Angebote sind für Unternehmen kostenfrei und darauf ausgerichtet, sich unkompliziert in den betrieblichen Alltag integrieren zu lassen. Unabhängig davon, ob es sich um Industrie- oder Handwerksbetriebe, Kleinunternehmen oder größere Mittelständler handelt.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Podiumsdiskussion mit Unternehmensvertreter:innen aus unterschiedlichen Branchen und Größen, vom größten Arbeitgeber der Region bis hin zum inhabergeführten Handwerksbetrieb. Diskutiert wurde mit Isabell-Jasmin Polny, Klinikum Fulda gAG, Ina Rohde, Mineralbrunnen Rhönsprudel GmbH, Martin Hoogen, Cheops GmbH, und Michél Günther, Die Eisheiligen, wie Wissenstransfer heute schon gelebt wird, welche Herausforderungen bestehen und warum das Thema künftig an Bedeutung gewinnen wird. Aus den persönlichen Gesprächen mit den Teilnehmenden wurde deutlich, Wissenstransfer ist für viele Unternehmen längst ein zentrales Handlungsfeld.

„Wir möchten kein ideelles Projekt sein, sondern ganz konkrete Unterstützung leisten“, so Pia Groß. „Deshalb entwickeln wir unsere Formate bedarfsorientiert, gemeinsam mit den Unternehmen.“

Das Projektteam des WIN-Netzwerks vereint unterschiedliche fachliche Perspektiven, um den Herausforderungen der Fachkräftesicherung gezielt zu begegnen. Peter Gitzler verantwortet den Bereich Wissenstransfer und beschäftigt sich mit der Frage, wie Erfahrungswissen systematisch gesichert und innerhalb von Unternehmen weitergegeben werden kann. Pia Groß betreut das Themenfeld Onboarding internationaler Fachkräfte.
Julian Bolz, zugleich Projektleiter, widmet sich dem Bereich Ausbildung und Nachwuchsgewinnung. Gemeinsam verfolgt das Team das Ziel, nicht nur Informationen und Materialien bereitzustellen, sondern Unternehmen dabei zu unterstützen, konkrete Mentoringstrukturen aufzubauen, die einen nachhaltigen, generationenübergreifenden Wissenstransfer ermöglichen.

Der Blick in die Zukunft wurde ebenfalls geschärft: Ab März 2026 startet das WIN-Netzwerk mit thematischen Folgeformaten. Die erste Veranstaltung wird sich mit dem Themenfeld Wissenstransfer im Betrieb befassen. „Wir werden mit fachlichem Input, Praxisbeispielen und der Frage, welche Instrumente sich in der Praxis bewährt haben starten“, führt Peter Gitzler aus. Geplant sind vierteljährliche Veranstaltungen, ergänzt durch Begleitmaterialien, die Unternehmen direkt für ihre Praxis nutzen können.

Begleitende Institutionen wie die Industrie- und Handelskammer Fulda, die Kreishandwerkerschaft, die Agentur für Arbeit und der Landkreis Fulda unterstützen das Projekt in seiner regionalen Verankerung und helfen, den Dialog zwischen Wirtschaft, Bildung und Verwaltung zu stärken.

Erste Werkzeuge wie eine Checkliste für Unternehmen sowie die neue Projektwebseite wurden bereits vorgestellt und stießen auf großes Interesse. Ziel ist es, mit jedem Schritt das Netzwerk zu erweitern und gemeinsam zukunftsfähige Strukturen zu schaffen.